VON BERGEN NACH GEIRANGER

Nachdem wir Bergen verlassen haben, fahren wir auf der E39 in Richtung Norden durch viele "Tunnelen", über Brücken und Fähren, die alle einen Obolus forderten. Herrlich die Landschaften und die Verwandlungen, die unsere E39 durchmachte: Aus einer Schnellstraße wurde im Handumdrehen eine kleine Bergstraße. Oft wurde der Verkehr von bedächtigen Ziegen aufgehalten, die sich kaum von der Straße treiben ließen.

Wir verließen in Byrkielo die E39 um nach rechts in Richtung Hochgebirge abzubiegen: eine ganze Weile am wunderschönen Nordfjorden entlang, kamen wir nach Oppstryn wo ich endlich meine Blume fotografieren konnte. Diese Blume hat uns den ganzen Weg lang, sowohl in Dänemark, in Schweden als auch im Süden und Norden Norwegens begleitet. Leider kenne ich den Namen dieser Blume nicht, ich weis nur, daß sie sehr schön und ein liebgewonnener Begleiter war.

Wir folgte der immer enger werdenden Straße in die Höhe und bemerkten, daß bereits ab 600 Metern Höhe die Statur der Bäume immer mehr abnahm, was uns etwas merkwürdig vorkam. Dann waren wir auf einmal am Hochplateau von Djupvasshytta angelangt. Bereits auf 1034 Metern Meereshöhe gab es keine Vegetation mehr, was in etwa 2500 Höhenmetern unserer Breitengrade entspricht! Ausgezeichnetes Mittagsessen mit Shrimps und Teufelsrochen neben See und Gletscher!

Weiter geht's nach Dalsnibba, einem überwältigendem Aussichtspunkt auf 1476 Metern Meereshöhe. Die Landschaft raubt den Atem und der Blick schweift 360 Grad über eine Unmenge von verschneiten Berggipfeln und über den Geirangerfjord. Von hier aus erreichten wir über eine apokalyptische aus dem Fels gehauene Straße den Gerangerfjord mit den berühmten Wasserfällen der "Sieben Schwestern".